Kellerwand

Ein großes wenn nicht sogar das Thema in der Altbausanierung ist die Kellerwandabdichtung. Eine Tatsache eint fast alle Gebäude im europäischen Raum: Sie stehen mit ihren "Füßen" im Erdreich, d.h. mehr oder weniger im Wasser.  In diesem Zusammenhang kommen zwei nachteilige Faktoren unweigerlich zusammen:

  1. Auf alles, was unter der Erde liegt, wurde früher beim Bau weniger Wert gelegt als auf das, was sichtbar ist.
  2. Die Möglichkeiten der Bauherren zur Kellerwandabdichtung in der Vergangenheit hatten in Art und Umfang der Ausführung ihre Grenzen.

Das heißt, oft wurde der erdberührte Teil eines Gebäudes unzureichend bis gar nicht gegen stehendes bzw. drückendes Wasser abgedichtet. Die Folge hiervon sind Aussalzungen in Kellerräumen, Schimmelbefall, aufsteigendes Wasser bis in oben liegende Stockwerke, Schädigung der Fundamente und demzufolge auch Gebäudeschäden durch Setzungen und Schiebungen. Hier schaffen nachträgliche Kellerwandabdichtungen Abhilfe. Nach einhelliger Expertenmeinung ist in Fällen der äußerlichen Begehbarkeit von Gebäuden eine nachträgliche Kellerwandabdichtung von außen anderen Systemen vorzuziehen. Hierbei werden Kellerwände und teilweise auch Fundamente freigelegt und mit - je nach Sachlage - ausgeführten Gegenmaßnahmen wie Aufbringen von Dichtschlämmen, Sockelfußabdichtung, Hohlkehlabdichtung, Bitumendickbeschichtung, Perimeterdämmung und Vorlage von geeigneten Kunststoffschichtbahnen versehen.